Taufe und Trauung in der Evangelischen Kirche

baptism4Zwei sehr wichtige Ereignisse als Mitglied der evangelischen Kirche sind die Taufe und die Trauung. Wir wollen in diesem Artikel darlegen, warum diese beiden Events so wichtig sind und welche Bedeutung sie haben.

Die Taufe

Mit der Geburt wird dem Glauben nach dem Mensch von Gott ein Kind geschenkt. Er bedankt sich dafür, dass er das Kind durch die Taufe zum Christen macht. Der (oder die) getaufte wird damit teil der christlichen Gemeinschaft. Die Eltern und Taufpaten bezeugen als Vertreter der Kinder das Glaubenszeugnis und versprechen, den Nachwuchs im christlichen Glauben zu erziehen. Erst mit der Konfirmation legt der Jugendliche sein eigenes Glaubensbekenntnis ab. Die Taufe ist aber auch Ausdrucks Gottes für seine Liebe des Kindes. Es gibt übrigens auch Nottaufen: wenn ein Kind oder ein Nichtgetaufter schwer krank ist, aber als Christ sterben möchte, kann er von jedem anderen Christ notgetauft werden. Mit der Taufe ist man zwar vollwertiges Mitglied der Gemeinde, um aber in der Kirche Karriere zu machen, ist eine Konfirmation notwendig. Auch als Pate sollte man konfirmiert sein. Die Taufe kann man nicht rückgängig machen und wird auch in der katholischen Kirche anerkannt.

Die Trauung

Anders als in der katholischen Kirche ist die Trauung kein Sakrament in der evangelischen Kirche und daher kann eine Ehe auch geschieden werden. Bei der Trauung geben beide Ehepartner ihr Versprechen vor Gott ab, was bei Gläubigen den Zusammenhalt noch festigen soll. Die Ehe selbst wird nach evangelischem Verständnis im Standesamt geschlossen, aber in der Kirche bekommt das Paar Gottes Segen. Beide Ehepartner müssen eigentlich Christen sein. Sollte einer der beiden einer anderen Freikirche angehören oder gar der katholischen Kirche, so gibt es Sonderregelungen. Manche Gemeinden lassen eine ökumenische Trauung zu, andere auch gleichgeschlechtliche Eheschließungen und wieder andere erlauben sogar, dass nur einer der Partner einer christlichen Gemeinde angehört. Letztlich liegt das in den Händen der jeweiligen Landeskirchen, die unterschiedliche Regelungen haben.